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29 Aug

Google AdWords™ Site Policy Richtlinien - Play the Game

Als Google AdWords Professional habe ich in den letzten Jahren ja schon einiges hinsichtlich Richtlinien erlebt, aber eine Ablehnung aus Gründen der Site Policy, das war neu!

Bekanntlich eignen sich Google AdWords™ auch gut dazu, um schnell mal zu testen, ob und inwieweit der Aufwand für die Suchmaschinenoptimierung einer Webseite auf einen speziellen Suchbegriff gerechtfertigt ist.

Konvertieren die mit dem gewünschten Suchbegriff über Google AdWords™ gewonnenen Besucher auf der Webseite auch wie erwartet?

Lohnt es sich mit dem Suchbegriff in die organischen Top10 Platzierungen zu gelangen?

Um eine vernünftige Grundlage zur Beantwortung der Fragen und eine kritische Masse an Besuchern für einen angedachten A/B Test zu erhalten, habe ich also schnell mal ein neues AdWords™ Konto für den Kunden eingerichtet, Kampagne, Anzeigengruppe und Anzeige für die zu testenden Suchbegriffe angelegt. Und los geht´s, oder?

 

Und los geht´s? Von wegen - Die Website verstößt gegen die Richtlinien!

Statt der erwarteten Freischaltung der Anzeige, kommt eine freundliche Absage von Google.

 

Google E-Mail: Ihr AdWords-Konto: Anzeige abgelehnt

"Sehr geehrte AdWords-Kundin, sehr geehrter AdWords-Kunde,

wir möchten Sie darauf hinweisen, dass eine oder mehrere Ihrer Anzeigen bzw. eines oder mehrere Ihrer Keywords abgelehnt wurden. Leider können Ihre Anzeigen erst wieder bei Google, im Such-Werbenetzwerk oder auf Placements im Display-Netzwerk geschaltet werden, nachdem Sie die Anzeigen bzw. Keywords entsprechend unseren Richtlinien bearbeitet haben.

Sollte diese Maßnahme zu Unrecht erfolgt sein, möchten wir die Schaltung Ihrer Anzeigen so schnell wie möglich fortsetzen. Das Google-Team wird Ihnen dabei gerne behilflich sein. Im Folgenden nennen wir Ihnen die Gründe, warum Ihre Anzeigen oder Keywords abgelehnt wurden. Der Problembericht am Ende dieser E-Mail listet im Detail auf, welche Anzeigen oder Keywords abgelehnt wurden und wie Sie diese bearbeiten können, damit sie unseren Richtlinien entsprechen (wenn möglich).

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Ablehnungsgrund
====================
Site Policy: We've determined that your site doesn't comply with our site policies. Because of this, any ads promoting this site have been disapproved."

 

Die angelegte Kampagne, Anzeige, etc. ist soweit also in Ordnung, bemängelt wird die Webseite selber. Also mal in den Richtlinien nachhaken.

Freundlicherweise bietet Google hierzu in der versendeten Email auch direkt einen Link an:

Fix a suspended site

Die Erläuterungen gibt es aber auch auf deutsch. Hierzu einfach im Link der E-Mail die Sprache von "hl=en" in "hl=de" abändern. Per 301 Redirect Weiterleitung landet man dann auf.

Ausgeschlossene Website korrigieren

Hier wird im Detail aufgeführt, was zum Ausschluss einer Website führt und wie der Prozess zur erneuten Prüfung der ausgeschlossenen Website abläuft.

 

Ausgeschlossene Website korrigieren

  1. Schritt: Finden Sie heraus, gegen welche Richtlinie Ihre Website verstößt.
  2. Schritt: Nehmen Sie Änderungen an Ihrer Website vor.
  3. Schritt: Reichen Sie Ihre Website erneut bei uns ein.

 

Schritt 1 - Finden Sie heraus, gegen welche Richtlinie Ihre Website verstößt.

Als häufigste Gründe für einen Ausschluss nennt Google:

- Zu wenig eindeutige Inhalte auf Ihrer Website (Arbitrage, Spiegeln und Einbinden in Frames, Geparkte Domain)
Es werden zwar auch Anzeigen auf der Website geschaltet, als eine reine Arbitrage Website, einfache Kopie einer anderen Website oder Webseite ohne nützlichen Inhalt kann die Seite aber nicht gesehen werden. Nein, kann nicht sein.

- Technische Probleme auf der Website (Malware, Personenbezogene Daten)
Vorsichtshalber schnell noch mal überprüfen, ob die Seite hinsichtlich Malware auffällig ist. Negativ! Und auch https für personenbezogene Daten ist vorhanden. Passt also auch nicht.

- Irreführende Nutzererfahrung (Brückenseite, Nutzersicherheit, Verkauf kostenloser Produkte, Angedeutete Partnerschaft, undurchschaubare Abrechnungspraktiken oder Fälschungen)
Trifft auch alles nicht zu.

Auch bei den tiefergehenden Erklärungen zu den einzelnen Werberichtlinien (insbesondere für produktspezifische Regelungen) unter Werberichtlinien konnte ich keine Anhaltspunkte erkennen, die für die betroffene Seite zutrafen.

Ja was denn nun? So komme ich nicht weiter.

 

Wer nicht fragt, der nicht gewinnt

Erfreulicherweise bietet Google an, bei der Suche nach der Richtlinie, die zum Ausschluss der Website geführt hat, zu helfen.

 

"Normalerweise erhalten Sie eine E-Mail von Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, die einen Link zu weiteren Informationen über die spezifische Richtlinie und zur Korrektur des Verstoßes enthält. Wenn Sie keine E-Mail von uns erhalten haben, kontaktieren Sie uns über dieses Formular. Wir helfen Ihnen dabei, die Richtlinie zu finden, gegen die Ihre Anzeige verstößt."

 

Also das Formular ausfüllen (AdWords KontoNummer, Anzeige, etc.) und Problem schildern und auf Antwort vom Support Team warten.

Als erste Antwort erhielt ich vom Support daraufhin die Information, dass die Seite im System als "Brückenseite" eingestuft wurde. Der Support fand die Antwort aber selber schon als nicht passend und hat von sich aus eine erneute Überprüfung durch die zuständige Richtlinien Abteilung angefordert. Einen Tag später wurde die Beurteilung in einer zweiten E-Mail aktualisiert und die Begründung wechselte in "Spiegelung und Framing (Kopieren von Websites)". Darüber hinaus wurden aber weitere Details (Screenshot vom Quellcode, etc.) beigefügt, die ausreichten um die Entscheidung nachvollziehen zu können.

 
Schritt 2 - Nehmen Sie Änderungen an Ihrer Website vor.
Mit diesen Details konnte eine Lösung gefunden werden, die sowohl den Vorstellungen des Kunden entsprach, als auch die Google Richtlinien einhielt. 

 

Schritt 3 - Reichen Sie Ihre Website erneut bei uns ein.

 Nachdem die Änderungen auf der Website umgesetzt waren, wurde dann der Support zur erneuten Prüfung informiert. Als Antwort erhielt ich folgende E-Mail

 

Google E-Mail: Ihr AdWords-Konto: Verstoß gegen AdWords-Werberichtlinien behoben

"Sehr geehrte AdWords-Kundin, sehr geehrter AdWords-Kunde,

wir haben gute Nachrichten für Sie. Nach erneuter Überprüfung haben wir festgestellt, dass die folgende Website unseren Werberichtlinien entspricht:

Falls Anzeigen für diese URL aufgrund eines Verstoßes gegen unsere Werberichtlinien abgelehnt wurden, können Sie diese Anzeigen automatisch zur Überprüfung vorlegen, indem Sie sie einfach erneut speichern. So bearbeiten Sie Anzeigen und reichen sie erneut zur Überprüfung ein: Abgelehnte Anzeige erneut einreichen.

 

Die Anzeige wird dabei aber nicht automatisch freigegeben. Da die Anzeige ohne eine Änderung nicht zur Überprüfung eingereicht wird, muss die AdWords Anzeige daher noch einmal geringfügig verändert und erneut gespeichert werden. Im Anschluss kann die Anzeige sofort wieder in den vorherigen Zustand zurückversetzt werden, wichtig ist nur, dass eine einmalige neue Speicherung erfolgt um die Überprüfung anzustoßen.

 

Fazit

Trotz des vermehrten Aufwandes, den ich in diesem Fall mit der Kampagnen Einrichtung für den Kunden gehabt habe, bin ich im Nachhinein von der Unterstützung, die mir der AdWords Support dabei geleistet hat, angetan. Selbstverständlich kann man nun sagen, dass Google ja letztlich auch davon profitiert, wenn mein Kunde bei positivem ROI zukünftig auch weiterhin AdWords Anzeigen schalten wird. Es zeigt sich aber auch, dass Google mit seiner Richtlinienabteilung tatsächlich nicht darauf achtet, sondern das Interesse des Suchenden im Blick hat. Insofern funktioniert der interne Austausch zwischen den Abteilungen bei Google eigentlich ganz gut, auch wenn es Hinsichtlich der Richtlinien wahrscheinlich immer wieder zu verschiedenen Interpretationen kommen wird.

Aus meiner Sicht als AdWords Professional macht es bei eventuell kritischen Webseiten Sinn, nochmal einen Richtlinien Check zu machen, nicht direkt die ganzen geplanten Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen anzulegen, sondern wie auch in diesem Fall erst mal nur eine Anzeige einzureichen.

Nachtrag September 2014:

Google hat die AdWords Richtlinien im Sep. 2014 überarbeitet und dabei insbesondere auf folgende Punkte wert gelegt.

  • weniger und einfacher strukturierte AdWords-Richtlinien
  • mehr Transparenz zu den einzelnen Richtlinien
  • mehr Transparenz hinsichtlich der Auswirkungen der Richtlinien auf Ihre Anzeigen

Obige Links zu den AdWords sind aber nach wie vor gültig und funktionsfähig. Ein Zusammenfassung der Änderungen am Richtliniencenter finden Sie unter: https://support.google.com/adwordspolicy/answer/6025827

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